Flexible Wärmebehandlung zur gezielten Gestaltung von Bauteileigenschaften und zur Erhöhung der Energieeffizienz der Prozesskette Warmumformen (FlexWB)

Zusammen mit den namhaften Projektpartnern aus Industrie und Wissenschaft hatte die Preccon Robotics GmbH die Teilnahme an das Verbundprojekt „Flexible Wärmebehandlung zur gezielten Gestaltung von Bauteileigenschaften und zur Erhöhung der Energieeffizienz der Prozesskette Warmumformen“ (FlexWB).

Ziel dieses Verbundprojektes war die Entwicklung und Realisierung neuer Prozessketten für die ofenfreie Warmumformung von Blechwerkstoffen aus hochfesten Stählen. Die Ergebnisse hier sind eine automatisierte Laboranlage für neuartiger Wärmebehandlungs- und Umformverfahren mit anspruchsvollen Handlingbedingungen. Die Preccon Robotics GmbH zeigte sich für die Entwicklung der Greif- und Transfereinrichtungen bzw. für den Aufbau der Warmumformkette verantwortlich.

Automatische Transfereinrichtung beim Handling einer heißen Platine zwischen Kontakterwärmungsanlage

Roboter mit der Greifvorrichtung für die verschiedenen Zugriffsgeometrien beim Handling einer B-Säule

Roboter mit Greif- und Transfervorrichtung

Zum Handling der heißen Platinen zwischen Kontakterwärmungsanlage und Presse war der Einsatz einer automatischen Transfereinrichtung in Form eines Roboters erforderlich. Die Prozess- und Zyklusoptimierung des Transfervorgangs erforderte umfangsreiche Neuentwicklungen und Systemanpassungen. So waren neuartige Greifkonzepte zu entwickeln, da die auf den Kontakterwärmungsplatten flach aufliegenden Platinen keine Greifflanken besaßen. Aufgrund der thermischen Bedingungen der Platinen kam hierfür beispielsweise keine Saugvorrichtung in Frage. Weiterhin wurden Greifkonzepte für verschiedene Zugriffsgeometrien in den Bearbeitungszonen der Kontaktwärmebehandlungsanlage und Presse entwickelt, mit dem Ziel, die Transferzeit zu minimieren.

Schnelle Umsetzprozesse sowie die gegebenenfalls erforderliche Synchronisation der Handhabungseinrichtung zur Umformpresse stellten hohe Anforderungen an die Integration. Die Optimierung der Ablaufschritte zur Synchronisation zwischen Roboter und Anlagen waren auch mit umfangreichen Entwicklungs- und Versuchsarbeiten vor Ort verbunden.